
Union of Skills - Die Bedeutung studentischer Auslandspraktika für Erasmus+ in Cottbus
Zwei halbe Tage | ganze Erkenntnisse
Am 10. und 11. März 2026 ludt die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die NA DAAD zum Treffen der Praktika-Koordinatorinnen und Koordinatoren und Mobilitätskonsortien ein.
„Wir hatten eindeutig zu wenig Zeit, um alle Ideen und Lösungsansätze für unsere Fallbeispiele aus der Praxis zu besprechen. Ein besseres Zeichen für unseren Workshop zum Thema ‚Kriterien und Maßnahmen zur Qualitätssicherung von Pflichtpraktika‘ hätte es kaum geben können“, sagt Lisa Westphal, unsere Corporate Relations Managerin im GJU-Projektbüro.
Bei der Tagung Erasmus+ in Cottbus waren Lisa Westphal vor Ort sowie Magdalena Riedler, Internship Coordinator im Internship Team des IAD der German Jordanian University, online vertreten. In ihrem Workshop konnten sie sich anhand konkreter Fallbeispiele intensiv über unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungsansätze austauschen. Im Mittelpunkt standen herausfordernde Situationen im Rahmen der Pflichtpraktika der Studierenden der German Jordanian University (GJU) – sowohl auf unternehmerischer als auch auf studentischer Seite.
„Wir haben den Praktikumszyklus vorgestellt, wie wir ihn im transnationalen Bildungsprojekt der GJU gemeinsam gestalten: von den Anforderungen und der Vorbereitung über die Praktikumssuche und Betreuung bis hin zum Problemmanagement und dem abschließenden Feedback nach dem Praxissemester“, erklärt Lisa Westphal. Dabei sind unterschiedliche Departments, wie das IAD mit dem Internship Team und verschiedene Rollen, wie die der student- und der corporate relations beteiligt.
„Besonders spannend wurde es, als wir in praxisnahe Beispiele eingetaucht sind – Szenarien, die uns im GJU-Projektbüro und im Internship Team der GJU in Jordanien tatsächlich regelmäßig beschäftigen.“
Für viele dieser Situationen gibt es nicht die eine richtige Lösung oder Perspektive. Daher haben die Teilnehmenden in Kleingruppen verschiedene Rollen übernommen:
Wie würdest du das Problem eines Studierenden als Student Relations Manager lösen? Wen müsstest du in deine Entscheidung einbeziehen? Und wie verändert sich der Blickwinkel, wenn die Corporate Relations Managerin die Situation aus Unternehmensperspektive betrachtet? Ein Perspektivwechsel eröffnet neue Lösungsansätze und kann besonders effektiv sein, wenn Probleme zunächst unlösbar erscheinen.
Lisa Westphal konnte aus den weiteren Beiträgen der Veranstaltung wertvolle Impulse aufnehmen, darunter auch der Vortrag „Inklusion, Diversität und Barrierefreiheit von Erasmus+ Praktika“ von Maarten Brand. „Dabei sind einige ‚Glasscheiben zerbrochen‘, insbesondere was die Wirkung bestimmter Formulierungen in Ausschreibungstexten betrifft.“ Einerseits ist der Abschluss als Qualifikation wichtig, andererseits sollten auch fundierte Kompetenzen hervorgehoben werden, die konkrete Fähigkeiten widerspiegeln.
Sehr spannend fand sie außerdem den Beitrag von Ilona Scherm und Fanny Metál zur Pflege von Unternehmensnetzwerken. Hier ging es unter anderem um die Perspektive von Unternehmen auf dual Studierende, die während ihres Studiums im Ausland ein Praktikum in einem weiteren Betrieb absolvieren möchten. Die Studierenden bringen neue Perspektiven, Methoden und bewährte Verfahren aus dem Ausland mit, was unter anderem zu neuen Kontakten mit Unternehmen, Universitäten oder Forschungseinrichtungen führen kann. Studierende können außerdem dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens zu steigern, und es mit anderen Prozessen, Innovationsansätzen oder neuen Technologien bereichern.
Ein inspirierender Abschluss des Tages war außerdem der gemeinsame Besuch im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst – Dieselkraftwerk. Die Ausstellungen – darunter Radical Beauty / Radikale Schönheit, jama: pśichod / Grube: Zukunft von Karoline Schneider sowie Gemachte Männer – Körper, Gestus, Habitus maskuliner Bildwelten – boten spannende Perspektiven und viel Raum für Gespräche jenseits der Konferenzthemen. Die unterschiedlichen Interpretationen der Kunstwerke standen symbolisch für die verschiedenen Perspektiven, welche wir in Bezug auf das Problemmanagement innerhalb der Praxisphase der GJU-Studierenden einbeziehen und berücksichtigen.
Das GJU-Projektbüro bedankt sich bei allen Beteiligten für den offenen Austausch, die vielen Perspektiven – und die Inspiration für unsere weitere Arbeit im Bereich internationaler Praktika.



