TNB-Tagung des DAAD in Berlin

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17.4.2026
5 Minuten
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DAAD/Ausserhofer

Transnationale Bildung: von Verantwortung, Perspektiven, Science Diplomacy und Alumni-Arbeit

Vom 13. bis zum 15. April 2026 fand in Berlin die DAAD-Tagung zu Transnationaler Bildung (TNB) unter dem Titel „Verantwortung und Perspektive: Transnationale Bildungsangebote im internationalen Vergleich“ statt.

Bei der diesjährigen Tagung kamen internationale Expert:innen, Hochschulleitungen und Programmverantwortliche zusammen, um über die Zukunft globaler Wissenschaftskooperationen zu diskutieren. Auch das GJU-Projektbüro an der Hochschule Magdeburg-Stendal (h2) war vertreten.

„Die hochrangig besetzte TNB-Tagung des DAAD hat eines und für alle hörbar gezeigt: Die Deutsch-Jordanische Hochschule (GJU) ist eines der besten Education- und Wissenschaftsprojekte weltweit. Wir als Hochschule können stolz sein, diese Projektleitung bei uns zu haben, die GJU weiter zu unterstützen und damit Teil einer immer wichtiger werdenden Science Diplomacy zu sein.“, sagte Manuela Schwartz, Rektorin der h2 und Projektleiterin dieses TNB-Projekts und des dazugehörigen GJU-Projektbüros. Dieses begleitet die deutsche Dimension der GJU.

Weltweit unterstützt das BMFTR in Zusammenarbeit mit dem DAAD aktuell sieben binationale Hochschulen sowie ein Hochschulzentrum und fördert darüber hinaus mehr als 300 Studiengänge mit deutscher Beteiligung. Das Spektrum reicht von Ingenieurwissenschaften und Wirtschaft bis hin zu Programmen in Künstlicher Intelligenz und Medienkompetenz.

Darunter befindet sich auch die Hochschule Magdeburg-Stendal mit dem GJU-Projektbüro und die German Jordanian University (GJU).

Spotlight zur Alumni-Arbeit des GJU-Projektbüros & Denkanstöße

Im Rahmen eines Spotlights stellten Student Relations Managerin Marie Dierck und Projektkoordinatorin Ruth Pappenhagen gemeinsam mit GJU-Alumna Reqqa Salem das Alumni Ambassador Programme des GJU-Projektbüros vor.

„Besonders hat mich gefreut in diesem Rahmen, Einblicke in meine Arbeit als Student Relations Managerin im Bereich Alumni-Management zu geben. Diese umfasst vor allem die Rolle als zentrale Schnittstelle zwischen Alumni Ambassadors, Studierenden und Partnerstrukturen sowie die operative Betreuung, Koordination und kontinuierliche Weiterentwicklung des Alumni Ambassador Programms. Als besonders spannend habe ich die anschließende Diskussion mit dem Publikum erlebt, die wertvolle Denkanstöße zu Fragen der Eigenständigkeit und Selbstorganisation von Alumninetzwerken, sowie zu globalen Alumni-Strukturen innerhalb transnationaler Bildungsprojekte bot.“, hält Marie Dierck nach drei intensiven Konferenztagen fest.

Beeindruckenden Lebensläufe, die durch Transnationale Bildungsprojekte möglich werden

In seiner Ansprache hob BMFTR-Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk einen dieser herausragenden Lebensläufe hervor. Joud Odeh studierte an der German Jordanian University. Durch ein kurrikuläres Austauschsemester in Deutschland fand sie ihren Weg in ein interdisziplinäres Masterstudium der Life-Science-Informatik an der Universität Bonn. Sie forschte zu Alzheimer-Diagnostik und arbeitet heute im Bereich Life Sciences in Niedersachsen.

„Wenn Länder zusammen lernen, dann wächst mehr als nur Wissen. Dann wächst unsere Innovationskraft, unsere gemeinsame Innovationskraft“, sagte Dr. Rolf-Dieter Jungk. Auch unsere Fähigkeit zur Kooperation wachse. Und dadurch wachse auch die Chance auf eine Zukunft in Frieden, Freiheit und Wohlstand.    

                   

Transnationale Bildung und Kooperationen sind umso wichtiger in Krisenzeiten

Die Tagung verdeutlichte, welch wesentlichen Beitrag transnationale Bildungsprojekte in aktuellen gesellschaftlichen und politischen Kontexten gerade in Krisenzeiten leisten.

Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk, BMFTR sprach in seiner Ansprache auch von geopolitischen Herausforderungen: „Ich nenne nur die wichtigsten. Die wachsende Weltbevölkerung ernähren, mit unseren natürlichen Ressourcen haushalten, die Umwelt schonen und vor allem, Antworten auf den Klimawandel finden. Wir setzen große Hoffnungen in die neuen Technologien, aber auch in Geistes- und Sozialwissenschaften, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Denn Bildung und Forschung waren seit jeher die Motoren zum Fortschritt. Mehr denn je kommt es darauf an.“

„Hochschulbildung ‚made in Germany‘ ist weltweit gefragt“, so Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. „Wir erleben derzeit neben geopolitischen Veränderungen auch einen intensiven Wettbewerb um Talente aus aller Welt. Zugleich wächst weltweit der Bedarf an hochwertiger Hochschulbildung. Transnationale Bildung ist ein wichtiges Instrument für Deutschland. Sie stärkt die internationale Sichtbarkeit unserer exzellenten Hochschulen, schafft Bildungsangebote vor Ort und eröffnet neue Wege für qualifizierte Fachkräfte. So entstehen nachhaltige Kooperationen, von denen sowohl Deutschland als auch unsere Partnerländer langfristig profitieren.“

DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee ergänzt:

„Transnationale Bildung ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Markenzeichen der deutschen Hochschulen. Gemeinsam mit unseren Partnern weltweit schaffen wir Studienangebote, die wissenschaftliche Exzellenz mit regionalen Bedarfen verbinden. Programme, die deutsche Studienabschlüsse in Vietnam ermöglichen oder praxisnahe Ausbildung mit Deutschlandbezug an der ‚Deutsch-Jordanischen Hochschule‘ zeigen, wie nachhaltig unser kooperativer Ansatz wirkt. Gerade in Zeiten weltweiter Umbrüche stärken wir damit Deutschlands Wissenschaftsnetzwerke, qualifizieren Fachkräfte und leisten einen Beitrag zur resilienten Entwicklung von Hochschulsystemen weltweit.“

Die GJU wurde mehrfach als Best-Practice-Beispiel hervorgehoben, insbesondere für ihre erfolgreiche Verbindung von wissenschaftlicher Kooperation und interkulturellem Dialog.

Als strategische Partnerin der GJU und Standort des GJU-Projektbüros engagiert sich die Hochschule Magdeburg-Stendal mit großem Einsatz, um diese internationale Zusammenarbeit weiter zu fördern. Damit bleibt sie ein aktiver Teil einer gelebten Science Diplomacy, die über Ländergrenzen hinweg Brücken zwischen Bildung, Forschung und Verständigung baut.

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