Von der GJU zu Hochleistungs-Lasersystemen: Der berufliche Weg von Issam Abdallah
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Als Issam Abdallah sein Studium in Mechanical and Maintenance Engineering an der German Jordanian University (GJU) begann, war sein beruflicher Weg noch offen. Was ihm schließlich eine klare Richtung gab, war das German Year, und vor allem die praktische Erfahrung, die damit einherging.
Issam absolvierte sein Austauschjahr in Deutschland an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Für den praxisorientierten Teil seines Aufenthalts absolvierte er ein Pflichtpraktikum bei der Robert Bosch GmbH in der Nähe von Stuttgart. Dort arbeitete er im Entwicklungsbereich an der Lasertransmissionsschweißung von Kunststoffbauteilen für die Automobilelektronik. Zum ersten Mal war er direkt in die Planung von Versuchen, die Bewertung laserbasierter Fügeverfahren sowie in die Arbeitsweise von Forschung und Entwicklung innerhalb eines global agierenden Industrieunternehmens eingebunden.
Zu diesem Zeitpunkt war Issam noch unsicher, wohin ihn sein Studium führen würde. Das Praktikum änderte das. Es eröffnete ihm den Zugang zur Lasertechnologie als praxisnahem, leistungsstarkem Ingenieurfeld und half ihm, eine wegweisende Entscheidung zu treffen.
Im Anschluss absolvierte Issam einen Masterstudiengang in Lasers and Photonics an der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen seines Studiums verfasste er seine Masterarbeit bei TRUMPF, mit dem Schwerpunkt auf der Anpassung und Vermessung von Hochleistungslaserstrahlverteilungen für die fortgeschrittene Materialbearbeitung.
Nach seinem Studienabschluss begann Issam seine berufliche Laufbahn bei Class 5 Photonics in Hamburg, einem Unternehmen, das auf Hochleistungs-Lasersysteme spezialisiert ist. Zunächst arbeitete er als Laser Engineer an der Herstellung und Optimierung leistungsstarker Lasersysteme, verbesserte Produktionsprozesse und unterstützte Kundinnen und Kunden weltweit durch technisches Training und lösungsorientierte Unterstützung.
In den folgenden Jahren eröffneten ihm seine technische Expertise und sein Engagement erneut neue Möglichkeiten. Seit 2025 ist Issam als Project Leader in Forschung & Entwicklung tätig und verantwortet die Entwicklung von Hochleistungs-Lasersystemen.
Rückblickend ist Issam besonders stolz darauf, seinen Masterabschluss erfolgreich abgeschlossen und sich in einem hochspezialisierten Fachgebiet kontinuierlich weiterentwickelt zu haben. „Es war eine schöne Reise, und ohne meinen Start an der GJU wäre ich heute nicht dort, wo ich bin“, sagt er neun Jahre nachdem er das erste Mal nach Deutschland kam.
Sein Rat an heutige GJU-Studierende ist klar: jede Gelegenheit nutzen, frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln. Der direkte Bezug zur Praxis sei es, der theoretisches Wissen in eine klare berufliche Orientierung verwandle. Gleichzeitig betont Issam auch die Verantwortung von Unternehmen, junge Talente gezielt zu begleiten und konstruktives Feedback zu geben, eine Kombination, von der beide Seiten profitieren.
Die Geschichte von Issam Abdallah zeigt, wie das German Year als Katalysator wirken kann: Es verwandelt Ungewissheit in Fokus und akademische Ausbildung in einen klaren beruflichen Weg in einem der modernsten Ingenieurfelder unserer Zeit.



