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Bildung, Teilhabe und Internationalität
Ein Wechsel an der Spitze fand nicht nur im Land Sachsen-Anhalt statt, sondern auch an der Hochschule Magdeburg-Stendal (h2), wo das GJU-Projektbüro beheimatet ist. Im Rahmen einer feierlichen Amtsübergabe wurde der Leitungswechsel offiziell gewürdigt: Die bisherige Rektorin, Prof. Dr. Manuela Schwartz, übergab das Amt feierlich an ihre Nachfolgerin Prof. Dr. Suanne Borkowski.
Der Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, hatte die Sozialwissenschaftlerin und ehemalige Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales an der h2 am 1. September 2026 für die kommenden vier Jahre zur Rektorin ernannt. „Von der Erzieherin zur Rektorin – Susanne Borkowskis Berufsweg zeigt, dass sich Leidenschaft und lebenslanges Lernen auszahlen“, sagte Willingmann anlässlich der Ernennung.
Zwei Sätze an der Wand
Zur feierlichen Übergabe waren zwei Sätze an die Wand projiziert:
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“
Willingmann stellte die Frage, warum zwei als selbstverständlich geltende Sätze unseres Grundgesetzes hier so deutlich in den Mittelpunkt gerückt wurden. Die Antwort liegt auf der Hand: Gerade weil sie selbstverständlich sein sollten, müssen sie immer wieder bewusst gemacht und hochgehalten werden.
Willingmann sagte, er habe Borkowskis Interview beim MDR gehört und den Eindruck gewonnen, dass sie die richtigen Ziele setze. Besonders hob er hervor, wie wichtig Partizipation sei, um alle mitzunehmen.
Bildung ist keine Einbahnstraße
Laut MDR machen Ostdeutsche 12,1 Prozent der Menschen in Spitzenpositionen aus (Stand 2024). An den 81 Universitäten in Deutschland gibt es derzeit zwölf Rektorinnen und Rektoren mit ostdeutscher Biografie. Mit Susanne Borkowski gehört nun auch die Rektorin der h2 dazu.
Dass Bildungswege nicht immer geradlinig verlaufen, kennt Susanne Borkowski aus eigener Erfahrung: In ihrem Berufsleben hatte sie mit widrigen Umständen zu kämpfen – etwa damit, dass ihr in der DDR zunächst der Weg zum Abitur verwehrt blieb. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, dass ein Studium an einer Hochschule dennoch möglich ist. Zudem setzt sie sich für mehr Transfer ein: Erkenntnisse aus der Hochschule sollen stärker in die Gesellschaft getragen werden. Partizipation und Internationalisierung sollen dabei keine bloßen Schlagworte bleiben.
Kontinuität und internationale Partnerschaft
Auch Prof. Dr. Manuela Schwartz arbeitete während ihrer Amtszeit daran, die Hochschule diverser und internationaler zu machen. Besonders froh sei sie immer, wenn sie – wie in dieser Woche – Studierende aus dem Ausland an der Hochschule begrüßen dürfe, verriet sie bei der Amtsübergabe. Sie empfing Studierende der ersten Kohorte des Studiengangs Nursing der German Jordanian University (GJU).
"Die enge Partnerschaft mit der Hochschule Magdeburg-Stendal ist für die German Jordanian University seit Ihrer Gründung vor über 20 Jahren unverzichtbar. Der Person der Rektorin kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Daher schätzt sich die GJU glücklich über die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der bisherigen Rektorin Prof. Dr. Manuela Schwartz und sieht der künftigen unter der Führung von Rektorin Prof. Dr. Susanne Borkowski zuversichtlich entgegen.", erklärte Prof. Dr. Ralf Roßkopf, Vizepräsident für Internationales an der GJU.
Ein Baum als Symbol
Stellvertretend für einen Mirabellenbaum, erhielt Manuela Schwartz von der neuen Rektorin und im Namen des gesamten Rektorats eine Stele – Symbol für den künftigen Baum. Die Bepflanzung und Gestaltung des Campus lagen Schwartz besonders am Herzen.
Nicht nur der Baum wird bleiben: Ihr Engagement für Demokratie, Wissenschaftsfreiheit und Internationalisierung sowie Ihre nachhaltige Arbeit als Leiterin des GJU-Projektbüros, mit der sie die deutsch-jordanische Zusammenarbeit über viele Jahre geprägt und weiterentwickelt hat, werden bleibende Spuren hinterlassen.
Foto:
Lisa Westphal (GJU-Projektbüro), Prof. Dr. Manuela Schwartz, Prof. Dr. Suanne Borkowski, Prof. Dr. Ralf Roßkopf


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